Die Elbe-Werkstätten in Hamburg: anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen

Mit Menschen erfolgreich.

Neue Küche in Farmsen fertiggestellt

Nach rund fünf Monaten Bauzeit wurde Anfang Dezember die grundlegend modernisierte Großküche der Elbe-Werkstätten am Standort Farmsen-Berne in Betrieb genommen. Möglich wurde dies durch eine Zuwendung in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro aus dem Sanierungsfonds der Freien und Hansestadt Hamburg. Die SPD-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft hatte den entsprechenden Antrag im Sommer 2013 in die Bürgerschaft eingebracht. Die Gesamtkosten der Küchensanierung betragen rund 1,9 Millionen Euro. An der Projektrealisierung waren 12 Gewerke beteiligt.

Die Großküche am Meiendorfer Mühlenweg produziert auf 430 Quadratmetern täglich zwischen 500 und 700 Essen für die dort beschäftigten Menschen mit Behinderung sowie rund 100 Essen für externe Kunden. Nach über 35 Jahren intensiver Nutzung bestand dringender Modernisierungsbedarf. Mit der neuen Großküche setzen die Elbe-Werkstätten in mehreren Bereichen neue Standards. Durch eine den Arbeitsprozessen angepasste Anordnung der Küchengeräte wird die Arbeit der in der Küche tätigen behinderten Beschäftigten sowie der Mitarbeiter deutlich erleichtert. Der Einsatz einer speziellen Schallschutzdecke sorgt für eine Herabsetzung der Lärmemissionen, was sowohl in der Küche als auch in der angrenzenden Kantine zu einer Verbesserung der Arbeitssituation, bzw. der Ruhe während der Pausenzeiten beiträgt. Mit dem Einsatz modernster Küchentechnik setzen die Elbe-Werkstätten ihr Engagement für den Umweltschutz fort: Wurden in der alten Küche innerhalb eines Jahres noch 140 Tonnen CO2 emittiert, so reduzieren sich diese Emissionen nun auf 40 Tonnen. Dies entspricht einer Reduktion um über 70 Prozent.

Rolf Tretow, Geschäftsführer der Elbe-Werkstätten: „Die Sanierung der Küche ist innerhalb kurzer Zeit gelungen. Jetzt können wir unseren Mitarbeitern auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Verpflegung anbieten und gleichzeitig die Arbeitsmöglichkeiten für die Beschäftigten in den Bereichen Küche und Kantine ausweiten.“

Regina Jäck, Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion für Menschen mit Behinderung: „Ich freue mich, dass wir mit dem Sanierungsfonds hier helfen konnten. Von der Investition in eine neue Küche profitieren die Beschäftigten in allen Produktionsbereichen am Standort Elbe Nord ebenso wie die Beschäftigten in der Küche selbst.
Am Standort Elbe Nord in Farmsen-Berne am Meiendorfer Mühlenweg gibt es eine Tischlerei, in der vor allem Möbel in Einzel- und Serienfertigung produziert werden; ebenso eine Näherei, in der Auftragsarbeiten jeglicher Art gefertigt werden. Metallbearbeitung und Elektromontage sind neben einem umfangreichen Verpackungs- und Konfektionierungsbereich weitere Arbeitsfelder. Alle diese Bereiche werden auch als Angebot im Berufsbildungsbereich des Standortes vorgehalten.

 

neue Küche Meiendorfer Mühlenweg

Foto: Claas Möller

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