Begegnungen beim DUODay

Alles für einen Tag: Zahlungseingänge bearbeiten bei der Telekom, Logistik in einem Krankenhaus, Schallplatten verpacken in der Szene der Schanze, Arbeit mit der künstlichen Intelligenz bei OTTO, Kennenlernen der Elektrik und Mechanik bei AIRBUS, der Service im Cafè Hüftgold und vieles mehr. Der DUOday 2019 zeigte seine ganze Bandbreite durch die Vielfalt der angebotenen Jobs und durch die Vielfalt der Menschen mit Behinderung die daran teilgenommen haben. DUOday bedeutet Begegnung, bedeutet sich kennen lernen und Schranken auflösen. Inklusion fängt mit der Begegnung zweier Menschen an und wenn es richtig gut läuft, ist diese Begegnung der Anfang für einen ganz neuen Prozess. Dieser Prozess kann etwas beim Arbeitgeber bewegen, der merkt, Inklusion "tut ja gar nicht weh" und beim Teilnehmer, der sich etwas traut, der sich vielleicht wieder etwas traut.
DUOday bedeutet, dass Betriebe, Vereine, Genossenschaften für einen Tag ein Praktikum zur Verfügung stellen und Menschen mit Behinderung zugreifen. Ein „Mentor" begleitet die Teilnehmer durch die Firma und lässt erleben, wie es ist, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten und wie es ist, Inklusion zu leben, sei es auch vorerst nur für den einen Tag.

Der DUOday stammt ursprünglich aus Irland, wo er unter dem Namen "Job Shadowday" bekannt geworden ist. Durch die Belgier, die diesen Tag als "DUOday" aufgriffen, wurde die Idee weitergetragen und gelangte schließlich 2017 das erste Mal nach Deutschland. Der Tag wird bei Praktikanten und Unternehmen so gut angenommen, dass jedes Jahr weitere Länder hinzukommen: Bisher sind es Irland, Belgien, Frankreich, Ungarn, Finnland, Portugal und eben wir.

Hamburg hat 2018 das erste Mal einen DUOday veranstaltet. Die „Umsetzer" des „Hamburger Budgets für Arbeit": Alster Arbeit, Arinet, die Hamburger Arbeitsassistenz und die Elbe-Werkstätten organisierten mit der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen diesen Tag in der Stadt. Beim ersten Anlauf waren es 20 Betriebe und Praktikanten die an diesem Tag zusammenkamen. Am 16. Mai 2019 waren es schon 50 DUOs. International haben fast 1000 Praktika stattgefunden und die Belgier machen es uns vor, wo es bundesweit hingehen könnte: 700 DUOs in einer inklusiven Bewegung. 
Am 28.Mai war Google Gastgeber der diesjährigen Abschlussveranstaltung in Hamburg. 70 Teilnehmer, Arbeitgeber, Veranstalter und Interessierte kamen, um sich zu bedanken für den Mut und die Offenheit, die so ein Tag braucht, damit er passieren kann.

Mit diesem Mut wollen wir auch 2020 teilnehmen am internationalen DUOday und die Zahl 100 gefundener DUOs knacken. Inklusion fängt mit der Begegnung zwei Menschen an und wir sind froh, mit dem DUOday ein wirkungsvolles Instrument für die Inklusion gefunden zu haben.

 

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